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Event "Blackout - Resilienz durch Innovation?" Nachlese

Am 03.11.2016 hat die Plattform Innovative Gebäude mit Unterstützung des BMVIT ein Event zum Thema "Blackout - Resilienz durch Innovation" in Wien abgehalten. Was tun, wenn der Strom längerfristig ausfällt? Innovative Gebäude versuchen, darauf eine Antwort zu geben. Details:

Resilienz durch Innovation oder Zurück auf die Bäume?

Ein kompletter Stromausfall und die moderne Zivilisation beginnt zu leiden. Können wir und durch neue Technologien und Vernetzungsstrategien schützen? In Wien wurde ein Tabu-Thema angesprochen. Unter der Schirmherrschaft des BMVIT organisierte die Plattform Innovative Gebäude einen halbtägigen Kongress zum Thema "Blackout - Resilienz durch Innovation?". Das Szenario eines länger andauernden Stromausfalles in Österreich/Europa wurde diskutiert. Die unmittelbaren Auswirkungen auf ein Gesellschaftssystem, das mittlerweise nicht nur von Stromerzeugung sondern immer mehr auch von Verteilung, Speicherung, Automatisierung und Datenmanagement abhängt, sind bezeichnend.

Eine Expertenrunde befasste sich mit den Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten. Michael Hübner (BMVIT) spricht in seiner Eröffnungsrede von Chancen und Risiken der Automatisierung, Dezentralisierung und Liberalisierung. Herbert Saurugg ist Fachmann für Katastrophenszenarien und berät Gemeinden, wie man sich rüsten kann. Michael Kernitzkyi von Joanneum Research berichtete über modernste Kartierungsprojekte - Gebäude sollen Klimawandel und Katastrophen trotzen können. Wolfgang Kromp warnt vor Reaktorkernschmelzen und betont, dass im Katastrophenfall nach wenigen Tagen sehr "menschliche" Überlebensstrategien überhand nehmen (Stichwort: in der Paniksituation ist sich jeder selbst der Nächste, was Auswirkungen auf die Tatkraft der Behörden hat). Kann demnach Dezentralisierung und Organisation die Versorgung sicherer machen? Bürgersolarkraftwärke boomen in Kärnten, einem Land, das sich seit längerem intensiv damit auseinandersetzt, seine Bürger unabhängig zu machen (Michael Jaindl, Kärnten-Solar). Und im bebauten Gebiet gilt es, aus modernen Fassaden eine vielseitige Performance herauszuholen (Johann Aschauer, gap3). Mit dem Stichwort BIM2FIM legt Alfred Waschl als langjähriger Experte in Sachen Facility Management eine Brücke in die Zukunft, um Gebäude, Quartiere, Datenaustausch und somit Menschen, resilienter werden zu lassen. Tipp für jedermann: Wasservorräte, Nahrung und Kerzen für 7 Tage vorhalten!

Die Plattform Innovative Gebäude Österreich wird weitere Workshops zu diesen Themen organisieren.

Fotos: Alfred Arzt www.fotoundvideografie.com

Die Vorträge finden Sie HIER:

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last update 24.09.2017