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Chancen innovative Gebäude 2.0 am 28. April 2016 im Festsaal der TU Wien - Nachlese

Das Event vereinte erneut hochkarätige Fachvorträge zu aktuellen Themen des nachhaltigen Bauens mit der Preisverleihung für das innovative Gebäude 2016. Die Best Practice Projekte der Plattform Innovative Gebäude beweisen eindrucksvoll, dass auf wirtschaftliche Weise nach Stand der Wissenschaft und Forschung gebaut werden kann und Nachhaltigkeit sowie anspruchsvolle Architektur kein Widerspruch sind!

Fotos: Alfred Arzt http://www.fotoundvideografie.com/

 

Die GESAMTE FOTOGALERIE  und pdf-Docs zu den Vorträgen und Projektpräsentationen finden Sie am Ende nach der Nachlese:

Das Event vereinte erneut hochkarätige Fachvorträge zu aktuellen Themen des nachhaltigen Bauens mit der Preisverleihung für das innovative Gebäude 2016. Die Best Practice Projekte der Plattform Innovative Gebäude beweisen eindrucksvoll, dass auf wirtschaftliche Weise nach Stand der Wissenschaft und Forschung gebaut werden kann und Nachhaltigkeit sowie anspruchsvolle Architektur kein Widerspruch sind!

Im Festsaal der TU Wien trafen sich am 28. April 2016 erfahrene Experten und Expertinnen, um den Stand der Technik, Forschung und Wissenschaft in Bezug auf ganzheitliches Planen und Bauen vorzustellen und zu diskutieren. Die Auswahl aus den vielfältigen Themenbereichen ist gelungen.

Die Moderation erfolgte durch Volker Dienst (architektur in progress).

Jakob Dunkl von Querkraft Architekten ist mit Begeisterung Architekt. Sein Auftakts-Vortrag „Der Architekt und das innovative Gebäude: Herausforderungen in Stärken umwandeln.“ richtete sich an ein gemischtes Publikum, an engagierte Bauherrn und Baudamen, Architekten und Fachplaner, Ausführende und Baustoffhersteller, denen ein Projekt gemeinsam Spaß machen soll. Ein Appell an Auftraggeber, innovative Gebäude zu finanzieren, da sie sich über den Lebenszyklus vor allem gesellschaftlich rechnen, im Neubau wie beim Bauen im Bestand. Mit modernen Baukonzepten lässt sich dies eindrucksvoll realisieren.

Der moderne Architekt macht aus den scheinbaren Beschränkungen durch den Fachplaner beim Innovativen Gebäude Stärken – oftmals ist Innovation eine Sache der Weiterentwicklung, Neues muss laut Dunkl fast gar nicht mehr erfunden werden. Energieeffiziente Bauphysik, Ökologische Baustoffauswahl und Architektur sind kein Widerspruch bei den Projekten von Querkraft. In der Praxis fordert das die Zusammenarbeit von Behörden, Architekten und Nutzern, um Gebäude bzw. Städte lebenswert zu machen.

Ursula Schneider und Hildegund Mötzl sehen nicht mehr den Energieverbrauch eines Gebäudes in der Nutzungsphase als größtes Thema, sondern stellten „Kreislauffähiges Bauen“ in den Vordergrund für zukunftsfähige Zielsetzungen am Bau. Sie fragten sich einmal mehr, was einen kreislauffähigen Baustoff nun wirklich ausmacht. Die Erforschung von Materialflüssen in der Bauwirtschaft ist im 21. Jahrhundert ein weites Beschäftigungsfeld für alle Beteiligten. Warum ökologische Baustoffe ausgewählt werden sollten und wie recyclinggerechtes Konstruieren realisiert werden kann bzw. Innovationen gerade für das Ende des Lebenszyklus von Gebäuden, Bauelementen und Baustoffen gesucht werden (und wo man diese Innovationen findet) erklärten sie in ihrem Vortrag.

Bernhard Lipp bewies mit seinem Vortrag, dass Sanierungsmaßnahmen wirtschaftlich sein können und dass jede/r dies leicht mit dem AWR = Amortisations- und Wirtschaftlichkeitsrechner für Bauteile (kostenfreies online Tool) nachrechnen kann. Da innovative Gebäude über einen langen Zeitraum gemonitort werden müssen (wir möchten ja auch wissen, ob die Berechnungen aufgehen), wird es in Kürze von klimaaktiv ein Betriebszertifikat geben. Das innovative Gebäude und seine Nutzer sollen idealerweise über den gesamten Lebenszyklus begleitet werden und darf dann klimaaktiv platinum heißen!

Peter Holzer und Heinz Hackl beschäftigten sich mit dem Thema „Wieviel Technik braucht der Mensch“. Konventionelle Klimaanlagen für sommerlichen Komfort sind aufgrund des Energieverbrauchs oftmals umstritten. Urban Heat Islands als sommerliche Brennpunkte: Natural Ventilative Cooling kann in heißen Monaten eine sinnvolle Alternative sein. Im innovativen Gebäude müssen unterschiedliche Maßnahmen kombiniert werden, um den optimalen Komfort für den Nutzer bei geringstem Energieverbrauch zu garantieren. Für unterschiedliche Standorte und/oder Jahreszeiten müssen unterschiedliche Ansätze verfolgt werden. Lüftungsanlage, Wärmerückgewinnung im Winter, mechanische Lüftung in der Übergangszeit, Natural Ventilative Cooling im Sommer, Klimaanlagen nur für Spitzenlasten in sensiblen Nutzerbereichen etc. Kann das die Zukunft sein?

Karin Stieldorf stellte kurz und spannend Neues aus der Welt der Forschung und Lehre an der TU Wien vor. In wenigen Jahren werden aus diesen Projekten wieder zukunftsfähige, anwendbare Lösungen für innovative Gebäude, die immer mehrere Schritte voraus sind!

Sarah Richter lenkte den Fokus auf die unentbehrliche Zielgruppe der bauausführenden Unternehmen mit ihren Handwerkern am Bau und appellierte an alle, nur noch Firmen zu beauftragen, die nachweislich Experten in Sachen luftdichtes und energieeffizientes Bauen sind. Nachweisen können das Firmen mit den Kursen der Initiative Buildupskills-CROSSCRAFT.

Als abschließender Höhepunkt erfolgte die Preisverleihung "Das innovative Gebäude 2016". 24 eingereichte Projekte - eine Sonderauszeichnung - 6 Nominierungen - 1 Siegerprojekt:

PROJEKT SANIERUNG UNIVERSITÄT INNSBRUCK Generalsanierung Fakultät für Architektur und Fakultät für Technische Wissenschaften der LFUI

Christoph Achammer und Paul Ohnmacht von ATP architekten ingenieure haben den Wanderpokal im Namen des gesamten Projektteams entgegengenommen.

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Fotos: Alfred Arzt http://www.fotoundvideografie.com/

6 Nominierungen und eine Sonderauszeichnung Fotos: Alfred ARZT
last update 20.08.2017