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Nachlese DÄMMUNG - Dichtung und Wahrheit am 09. Dezember 2014

Viele Interessierte versammelten sich in der BAUAkademie Salzburg, um mehr über das Thema thermisch sanieren und dämmen zu erfahren. Hier finden Sie den Bericht inklusive aller Vorträge zum Nachlesen.

Äußerst gut besucht ging die Veranstaltung "DÄMMUNG - Dichtung und Wahrheit" am 09.12.14 in der BAUAKademie Salzburg über die Bühne. Rund 80 interessierte Zuschauer füllten den Vortragsraum, um sich neue Inputs und einen persönlichen Wissensvorsprung rund um das Thema thermisches Sanieren und Dämmen zu holen.

Da sich um dieses Thema viele Gerüchte ranken und viele kontroverse Meinungen existieren, lud die Plattform innovative gebäude ein breites Spektrum an Vortragenden ein, um das aktuell vieldiskutierte Thema Dämmung von allen Seiten zu beleuchten.

Als Einleitung widerlegte DI. Wolfgang Graml (ZI-Arge Bauphysik) mit seinem Impulsvortrag einen der bekanntesten Sager über Dämmung, nämlich dass ein so dick eingepacktes Haus nicht mehr "atmen" könne. O-Ton Wolfgang Graml: "Wenn man dieses Bild mit den atmenden Häusern bemühen möchte, muss man analog sagen: Wir Menschen atmen auch nicht über die Haut, sondern größtenteils durch Mund und Nase. Ein Haus atmet dann über die Fenster - ein innovatives Gebäude über die Lüftungsanlage!"

Dr Bernhard Lipp (IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH) gab im Anschluss daran einen Überblick über die ökologische und ökonomische Betrachtung der unterschiedlichen Dämmstoffe, verglich Primärenergiebedarf und CO2 Output und kam auch auf das im Moment gern verwendete Argument zu sprechen, dass es ökologisch bedenklich sei, sich "das Erdöl in Form von Styropor an die Wände zu kleben". In seinem Vortrag präsentierte er anschaulich, dass selbst beim "idealen" Heizsystem Pellets und dem verpönten Dämmstoff Styropor Dämmstärken bis zu 32cm das Treibhauspotenzial reduzieren. Mit den Berechnungen des Instituts für Baubiologie nimmt er Dämmungs-Gegnern, die sich momentan gern ökologische Beweggründe auf die Fahnen schreiben, den Wind aus den Segeln.

Danach folgte ein interessanter Bericht zum Thema "Innendämmung = Bauschaden?" von DI Bernhard Müller (ZI – Arge), der über die Möglich- und Unmöglichkeiten der Innendämmung referierte, zb. bei Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen oder bei Sichtbetonfassaden.

Ing. Robert Hetzl (STO) sprach über die Vision und Mission, die die Plattform innovative gebäude mit der STO verbindet und welche Punkte besonders wichtig für seine Firma sind, nämlich nicht nur die Ökonomie und Ökologie eines Hauses, sondern auch Soziales und das Wohlbefinden der Bewohner.

Es folgte ein Vortrag von Dr. Clemens Demacsek (GPH) über den meist diskutierten aller Dämmstoffe, über Styropor. Er brachte verschiedene Fakten über Styropor auf den Punkt und stellte sie gängigen Vorurteilen und aktuellen Pressemeldungen gegenüber.

Abschließend stellte Johann Schwaighofer (Holzwerk Gebr. Schneider) die ökologische Alternative zum Styropor vor, die Holzfaser. Unter anderem berichtete er über das neue Herstellungsverfahren, das Trockenverfahren, welches im Vergleich zum früheren Nassverfahren weit energieschonender ist.

last update 28.07.2017